Einstein war ein schlechter Schüler – stimmt das wirklich?

Immer wieder hört man die Behauptung, das Physik-Genie Albert Einstein wäre ein schlechter Schüler gewesen. Das mag man gerne glauben, weil es für uns Normalos tröstlich klingt. Doch das ist ein Mythos, der nicht stimmt.

Der Schüler Albert Einstein hatte zwar Schwierigkeiten auf dem Gymnasium. Doch das war deshalb, weil er freiheitsliebend war. Er rebellierte gegen Unterrichtsdrill und stures Pauken seiner damaligen Zeit. Trotzdem waren Einsteins Leistungen in den Naturwissenschaften herausragend.

Einstein bracht zwar das Gymnasium im Alter von 15 Jahren vorzeitig ab. Das war aber deswegen, weil seine Eltern nach Italien gezogen waren und er allein zurückblieb.

Einstein schaffte zwar die Aufnahmeprüfung für die Hochschule in Zürich nicht. Doch der Grund war, dass er als Hochbegabter bereits mit 16 Jahren studieren wollte. Da hatte er logischerweise in vielen Fächern Wissenslücken. In den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern erzielte er jedoch beste Ergebnisse.

Um studieren zu können, holte Albert Einstein also in Zürich erst einmal das Abitur nach. Das Abschlusszeugnis wimmelte von Fünfen und Sechsen.

Dabei übersah der Biograf, dass die „5“ und die „6“ in der Schweiz die Bestnoten waren.

So entstand endgültig der Irrglaube vom schwachen Schüler, der später zum Genie mutierte.

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