Ist das noch die staade, die stille, besinnliche Zeit?

Die Zeit vor Weihnachten wurde früher die staade oder stille, besinnliche Zeit genannt. Eben weil es da etwas stiller wurde. Auf dem Feld oder im Garten war nicht mehr viel zu tun. Man konnte sich in der Stube bzw. dem Wohnzimmer mit dem Basteln und Werkeln beschäftigen und hat da manches Spielzeug selbst gemacht.

Es wurde geschnitzt, geklöppelt oder auch „nur“ gestrickt oder gehäkelt. Das eine oder andere Teil entstand an der Nähmaschine oder wurde mit der Hand genäht oder auch bestickt.

Man machte Musik, unterhielt sich bei Tee oder Glühwein oder las sich Geschichten vor. Man nutzte einfach die Zeit, die man hatte, weil draußen nicht mehr so viel zu tun war.

Ja, ich weiß: Die gute alte Zeit gab es nie! Auch früher war die Welt nicht heile. Wohl die wenigstens Familien lebten einen Idealzustand, so wie wir uns die Zeit „früher“ vorstellen. Aber ich finde, früher nahm man sich mehr Zeit. Man ging viele Dinge langsamer an. Man saß wirklich noch zusammen, nicht nebeneinander, jeder mit sich beschäftigt. Oder jeder auf einem anderen „Event“ unterwegs.

Meine Mutter hat oft gesagt, früher musste man zwar hart arbeiten, aber es ging langsamer, bedächtiger zu; diese Hektik gab es früher noch nicht.

Heute hechtet und läuft man einem Ideal hinterher, das irgendwo nebulös im eigenen Kopf herumschwirrt. Das sich so gar nicht greifen lässt.

Was wollen wir überhaupt? Ein perfektes Weihnachten? Perfekt – Was ist perfekt, wer definiert denn das? Für jeden das passende Geschenk, natürlich gekauft, sonst ist es ja nichts wert. Oder wenn es selbst gemacht ist, dann mit dem größtmöglichen Aufwand. Es muss ja was hermachen.

Wir rödeln und rennen. Im Kopf rattern wir ständig die Listen herunter: Haben wir auch an alle gedacht? Was müssen wir noch alles einkaufen? Was soll es zu Essen geben? Muss natürlich auch perfekt sein und Eindruck schinden. Ratter-ratter-ratter, macht es in unserem Kopf. Irgendwie fühlen wir uns ständig außer Puste, ständig am Limit.

Muss das sein? – NEIN!

Wir können uns diesen Erwartungen widersetzen, die oft durch Werbung und Filme in uns in Gang gesetzt werden. Wir müssen kein perfektes Weihnachten verleben. Es reicht schon, wenn wir einige Stunden mit lieben Menschen verbringen können. Denn das ist das Wichtigste: Dass man Zeit mit Menschen verbringt, die man liebt oder gerne hat. Und: Dass man es ihnen sagt.

Denn irgendwann kann es zu spät sein. Irgendwann sind sie nicht mehr da. Ja, das klingt etwas düster. Aber vor kurzem ist meine älteste Schwester gestorben. Ein ganz lieber Mensch. Plötzlich. Unerwartet. Alle waren geschockt. Zum Glück habe ich erst einige Tage davor mit ihr telefoniert und sie auch noch nicht lange vorher besucht, als ich in der Heimat war. Das ist ein winziger Trost: Dass ich erst vor kurzem Kontakt zu ihr hatte. Aber ab jetzt kann ich nicht mehr bei ihr vorbeischauen. Nicht mehr mit ihr telefonieren. Keine Frohen Weihnachten wünschen. Es ist zu spät dafür.

Aber ich kann den Menschen, die ich noch habe, sagen, dass ich sie gerne habe. Ihnen sagen und zeigen, wie viel sie mir bedeuten. Zeit mit ihnen verbringen. Mich bei ihnen bedanken für alles, was ich durch sie Gutes erfahren habe.

Denn das ist es, was zählt.

Ich wünsche euch eine besinnliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und ruhige Tage „zwischen den Jahren“. Und schöne Stunden mit lieben Menschen.

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Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die erste Kerze brennt.
Wir sagen euch an eine heilige Zeit.
Machet dem Herrn den Weg bereit.
Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr!
Schon ist nahe der Herr.

 

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Jane Eyre von Charlotte Brontë – und andere Klassiker

Derzeit hat mich das Romanfieber gepackt. Ich lese Romane. Geschichten aus früherer Zeit. Klassiker. Nachdem ich – wieder mal – den Roman „Emma“ von Jane Austen als Buch gelesen habe, den ich mir gebraucht über booklooker.de besorgt hatte – mit wundervollen Schwarz-Weiß-Zeichnungen -, suchte ich nach weiteren, ähnlichen Romanen.

Ich suchte bei den E-Books, und kam, durch eine zweite Geschichte bei einem Doppelpack in einem E-Book, auf den Roman „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë.

Nachdem ich jedoch in einer Bewertung las, dass diese E-Book-Version vor Fehlern nur so strotze, suchte ich lieber in einer Geschichtensammlung, die schon in der Vergangenheit eine Quelle von tollen Geschichten für mich war:

http://gutenberg.spiegel.de

Im Projekt Gutenberg werden Geschichten und Romane von Autoren und Autorinnen, die gemeinfrei sind, zur Verfügung gestellt – übersichtlich von A bis Z. Gemeinfrei bedeutet, dass das Urheberrecht nach 70 Jahren abgelaufen ist. Es werden dazu überwiegend alte Bücher eingescannt und korrigiert, die eben auch teils über 70 Jahre alt sind.

Ich lese also gerade die Geschichte von Charlotte Brontë, Pseudonym Currer Bell: Jane Eyre, die Waise von Lowood – Eine Autobiographie“.

http://gutenberg.spiegel.de/autor/charlotte-bronte-8

http://gutenberg.spiegel.de/buch/jane-eyre-die-waise-von-lowood-519/1

Auch die Geschwister von Charlotte Brontë, Patrick, Emily Jane und Anne, schrieben seit ihrer Kindheit Geschichten; Charlotte, Emily und Anne veröffentlichten unter den Pseudonymen Currer, Ellis und Acton Bell ihre Geschichten. Berühmt wurde außer Jane Eyre“ von Charlotte Brontë die Geschichte „Wuthering Heights“ von Emily Brontë. Auch diese ist im Projekt Gutenberg zu lesen, in zwei Übersetzungen – einmal

„Umwitterte Höhen“ in der Übersetzung von Alfred Wolfenstein.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/umwitterte-hohen-8348/1

und einmal „Der Sturm-Heidhof“, übersetzt von Gisela Etzel.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-sturm-heidehof-7328/1

Dies wird die nächste Geschichte sein, die ich lese, wenn ich „Jane Eyre“ ausgelesen habe. Wer mehr über die Brontë-Schwestern erfahren will, findet in Wikipedia ausführliche Informationen.

Mit den Klassikern ist es so eine Sache. Viele von uns wurden damit in der Schule gequält. Gar manche wurden zum Beispiel im Gymnasium mit Kafka getriezt. Ich blieb davon verschont, da ich mein Fachabitur auf dem zweiten Bildungsweg machte.

Kafkas Werke blieben mir auch bisher verschlossen. Ich habe noch keinen Zugang dazu gefunden, besser gesagt: ich habe das Lesen der Geschichte „Die Verwandlung“ abgebrochen, weil sie mich schlicht und einfach nicht angesprochen hat.

Aber Faust I habe ich damals in den Schulferien an einem Stück fertig gelesen, weil es mich faszinierte, nachdem wir es in der Schule angelesen hatten. Das Reclam-Heft legte ich nicht weg, bis ich fertig war. Auch heute noch fasziniert mich Goethes ausgefeilte Sprache.

Als Jugendliche fiel mir dann irgendwann ein Buch in die Hand, dessen Umschlag und die vorderen Seiten fehlten. Die Geschichte ging unmittelbar los, ohne dass ich wusste, wie sie hieß und wer sie schrieb. Erst später erfuhr ich, dass es die Geschichte „Der Prinz und der Bettelknabe“ von Mark Twain war. Ich war so gefesselt von der Geschichte, dass ich auch nicht mehr aufhören konnte zu lesen, bevor ich damit zu Ende war.

Damals „fraß“ ich die Bücher regelrecht, las pro Woche einen Stapel Bücher. Allerdings hatte ich da auch noch mehr Zeit zum Lesen, war ohne Sorgen und eigene Verantwortungen.

Auch die jetzige Geschichte fesselt mich. Sind es die Widrigkeiten, welche dieser Jane widerfahren, ähnlich dem Prinzen, der mit dem Bettelknaben aus einer Laune heraus die Kleider tauscht? Das erklärt es wohl nur zum Teil. Es ist auch die Art, wie die Autoren zu erzählen wissen. Entweder ein Autor beschreibt so, dass man in die Geschichte regelrecht hineingezogen wird, oder man bleibt als Beobachter außen stehen – und wendet sich vorzeitig von dem Geschehen ab. Manche Geschichten fesseln auch den einen, und der andere kann damit gar nichts anfangen. Mir gefallen solche Erzählungen.

Wenn jemand von euch also Lesematerial sucht, in den E-Books der Klassiker, bei Amazon oft kostenlos zu lesen, oder in dem besagten Projekt Gutenberg, findet ihr eine Unmenge interessantes Material, in das man sich festlesen kann.

Von Jane Austen, der berühmten englischen Autorin von „Stolz und Vorurteil“ , „Emma“ usw. sind im Projekt Gutenberg leider nur zwei nichts sagende Geschichten zu lesen, nicht die o. g. berühmten Romane.

Im Project Gutenberg, dem englisch sprachigen Vorbild des deutschen Modells, sind jedoch die Originalromane zu lesen, leider aber nicht in deutsch.

https://www.gutenberg.org

Da ich in Englisch nicht sehr gut bin, ist das eine zu große Hürde für mich, wenn ich einfach zur Unterhaltung Geschichten lesen will. Für Liebhaber der Originalsprache steht allerdings eine Fülle von Büchern zur Auswahl.

Sogar Audio-Books sind dort zu finden, also für Menschen, die Probleme beim Lesen haben oder lieber Bücher vorgelesen bekommen. 

Einige deutschsprachige Bücher soll es auch bei Project Gutenberg geben, ich habe noch nicht alles durchgestöbert. Ich habe auch die Audio-Books noch nicht getestet.

Wenn ich mal wieder mehr Geduld dazu habe, Englisch zu lernen, werde ich mir die englischsprachigen Bücher vornehmen. Vorerst habe ich jedoch wieder die Romane entdeckt. Die ganze Zeit hatte ich eher Sachbücher und Fachzeitschriften oder Artikel in der Zeitung gelesen, aber jetzt hat das Lesefieber mich gepackt. Das Wetter passt ja auch dazu.

Euch allen wünsche ich einen schönen (Lese-)Sommer und alles Gute!

Bank in unserer Streuobstwiese - 20. Mai 2016 - Obersulm, Baden-Württemberg

Bank in unserer Streuobstwiese – 20. Mai 2016 – Obersulm, Baden-Württemberg

 

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Sie nennen sie „Mama“ – die Flüchtlings-Großmutter

Diesen Beitrag wollte ich schon vor Tagen schreiben, als ich den Link durch einen Newsletter bekam. Doch dann hatte ich Schwierigkeiten beim Einloggen, und habe ihn vertagt.

Das Video ist über eine alte griechische Frau, die … doch seht erst selbst:

Wie beschämend für uns in unserem reichen Deutschland! Ja, es geht vielen hier nicht so gut wie den Wohlhabenden, aber keiner muss wirklich hungern.

Diese Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die gerade in den südlichen Ländern vorherrscht, ist vorbildlich.

Wie traurig ist es, dass gerade die Menschen, die genügend haben, nicht wollen, dass ihnen Arme oder Bedürftige zu nahe kommen. Wenn ich manche Menschen so über Flüchtlinge reden höre, kann ich nur innerlich den Kopf schütteln. Manches ist gedankenlos, manches aber auch böse und gemein. Da fällt mir echt keine Antwort ein. Mein Mann ist da schlagfertiger und mutiger, ich habe immer noch im Hinterkopf, mit allen gut auskommen zu wollen. Aber will ich mit solchen Menschen wirklich gut auskommen?? Und ist es Erfolg versprechend, diese Menschen von ihren Meinungen bekehren zu wollen, die ein so fest sitzendes Menschenbild haben?  – Manchmal bin ich wirklich desillusioniert von den Menschen.

Aber auch für mich ist es traurig und beschämend, die ich wenig mit meinen Nachbarn zu tun haben will, und eigentlich nur meine Ruhe will. Ja, ich bin ein bisschen ehrenamtlich tätig, aber in einem anderen Ort, mit anderen Menschen. Und ich mache noch viel zu wenig. Habe ich immer noch Berührungsängste?

Ich muss mich echt auch an meine eigene Nase fassen, denn ich kapsele mich gerne ab und unterhalte mich eigentlich nur mit der – sowieso sehr netten – direkten Nachbarin intensiver und länger. Bei den anderen komme ich über das Grüßen oder belanglose Kurzgespräche nicht hinaus.

Ja, ich bin von Natur aus nicht sehr gesellig, bin gerne mit mir selber allein – aber helfen, Hilfe anbieten, könnte ich trotzdem zur Genüge. Mit Nachbarn mehr als nur einen Gruß tauschen. Grundsätzlich gastfreundlich sein. Gegen jeden. Schwer, aber wert, es anzustreben. Dieses Video ist wieder mal ein Ansporn für mich. Daher ist es hier, damit ich es leicht wieder finden kann.

Vielleicht erfreut es auch euer Herz. Es ist schön, dass es solche Menschen wie diese „Mama“ gibt.

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Ende Mai, schwere Unwetter – und aktueller Bericht über den Garten

Jetzt ist es schon Ende Mai. Es waren bisher auch schon etliche schöne und auch heiße Tage dabei. Aber es war auch ein sehr regnerischer Frühling. Natürlich war es gut für die Natur, dass es viel geregnet hat, aber vielen hat es sicherlich buchstäblich das Wochenende, die Feiertage, die Ferien oder den Urlaub verregnet, ja teils verhagelt.

Am zurückliegenden Sonntag, den 29. Mai, gab es ein heftiges Unwetter, das in einigen Teilen Deutschlands verheerende Auswirkungen hatte. In Baden-Wüttemberg starben sogar drei Menschen, in Braunsbach, Kreis Schwäbisch Hall – also nur 45 Minuten Fahrt mit dem Auto von uns entfernt – mussten Menschen aus einsturzgefährdeten Häusern evakuiert werden.

Der Breitenauer See, der in unserer Nähe liegt, wurde ja auch vor einigen Jahrzehnten angelegt, um zu starke Überschwemmungen zu verhindern. Audi in Neckarsulm hat es anscheinend diesmal nicht geholfen, denn dort überschwemmte das Hochwasser einige Werksteile, und einige Stunden stand der Betrieb dort still. Neckarsulm heißt nämlich nicht Neckars-ulm, also in Anlehnung an Ulm, eine große Stadt in Baden-Württemberg, sondern Neckar-sulm, also nach der Sulm, die in den Löwensteiner Bergen entspringt und nahe Neckarsulm in den Neckar mündet. Die Sulm war aber diesmal an dem Hochwasser nicht beteiligt. Kleinere Bäche, darunter Amorbach, haben die Bahngleise unterspült und Schlamm und Wassermassen in den nördlichen Teil des Automobilwerks gespült – wie in stimme.de, unserer örtlichen Zeitung, zu lesen ist.

Im Garten habe ich dieses Jahr noch nicht sehr viel gemacht. Mein Mann und ich haben zeitig im Frühjahr ein Beet hergerichtet und drei Reihen gekaufter Salatpflanzen gesetzt: Kopfsalat, Eissalat und Lollo Rosso. Dazwischen säte ich einige Zeit später Radieschen und roten Sommerrettich. Den Frühbeetkasten, der den Salat vor Kälte schützte, haben wir inzwischen wieder entfernt. Eine Reihe Salat ist auch schon abgeerntet.

Dafür habe ich Erbsen eingesät. Wir haben zwei weitere Rhabarberpflanzen gesetzt, die milderen Rhabarber geben werden – „Holsteiner Blut“ -, denn mein Mann isst Rhabarber sehr gerne.

Aber ansonsten ist noch nicht viel passiert, außer dass ich gegen das Unkraut ankämpfe, das natürlich am besten wächst. Noch nicht mal Bohnen habe ich gesetzt. Der Garten ist aber trotzdem eine Pracht, weil sich überall Blumen ausgebreitet und angesät haben. Die meisten lasse ich stehen, so dass es eine große Freude ist, die bunten Farbkleckse zu betrachten.

Akelei mit Hummel - Löwenstein Teilort - Baden-Württemberg - kreativfreak

Akelei mit Hummel – Löwenstein Teilort – Baden-Württemberg – kreativfreak

Ich werde in den nächsten Tagen endlich Zucchini, Tomaten, Gurken und Kürbisse setzen, teils mit fertig gekauften Pflanzen. Es ist noch immer nicht durchgehend warm, aber jetzt ist es Zeit dafür. Die Tomaten sind ja durch das Regendach geschützt, das mein Mann letztes Jahr am ehemaligen Hühnerhaus gebaut hat. Es hat sich letztes Jahr gut bewährt.

Sauerkirschen unreif - 31. Mai 2016 - Löwenstein Teilort - Baden-Württemberg - kreativfreak

Sauerkirschen unreif – 31. Mai 2016 – Löwenstein Teilort – Baden-Württemberg – kreativfreak

Vorne beim Sauerkirschbaum, der übrigens trotz Spätfrost sehr viele Kirschen trägt, haben wir zwei Exemplare der Maibeere eingepflanzt, eine Lonicera kamtschatica. Ich hatte ja schon viel darüber gelesen, aber nicht gewusst, wie sie schmeckt. Sie hätte ja auch sehr fade schmecken können. Auf Beurteilungen anderer Leute kann man sich da oft nicht verlassen. Daher habe ich vorerst nur zwei Pflanzen gekauft.

Lonicera kamtschatica "Blue Velvet" - 31. Mai 2016 - Löwenstein Teilort - Baden-Württemberg - kreativfreak

Lonicera kamtschatica „Blue Velvet“ – 31. Mai 2016 – Löwenstein Teilort – Baden-Württemberg – kreativfreak

Sie blüht im März und hat schon im Mai (!) Früchte, die ähnlich aussehen wie Heidelbeeren. Ich dachte wirklich nicht, dass die Früchte im Mai schon reif wären, denn die Sträucher blühten erst Ende März. Aber wie erstaunt war ich, als ich die reifen Beeren am Strauch sah! Dadurch, dass die Sträucher noch nicht sehr hoch sind, muss man sich schon tief bücken und die Sträucher gründlich absuchen. Die Beeren schmecken leicht säuerlich und ziemlich aromatisch.

Lonicera kamtschatica "Blue Velvet", Früchte - 31. Mai 2016 - Löwenstein Teilort - Baden-Württemberg - kreativfreak

Lonicera kamtschatica „Blue Velvet“, Früchte – 31. Mai 2016 – Löwenstein Teilort – Baden-Württemberg – kreativfreak

In einer Zeit, in der im Garten „nur“ Erdbeeren als Frischobst zu ernten ist (unten im Bild unsere Walderdbeeren, die wir mit Primeln vom Stückle in unseren Garten „eingeschleppt“ haben – dort wachsen sie massenhaft; in unserem Hausgarten haben sie sich inzwischen auch gut ausgebreitet), ist so eine Maibeere eine willkommene Abwechslung. Mein Mann und ich haben beschlossen, noch zwei weitere Sträucher zu pflanzen, um eine größere Ernte zu haben.

Walderdbeeren im Garten - 31. Mai 2016 - Löwenstein Teilort - Baden-Württemberg - kreativfreak

Walderdbeeren im Garten – 31. Mai 2016 – Löwenstein Teilort – Baden-Württemberg – kreativfreak

Es gibt sie unter vielen Namen, aber wenn ihr den Lateinischen Namen eingebt, kommt ihr am schnellsten zum Ergebnis. Sie heißt neben Honigbeere auch Sibirische Blaubeere, was auf ihren Ursprung hinweist. Und es bedeutet auch, dass sie keine Probleme mit Kälte hat. Ich habe zwei Sorten, „Kalinka“ und „Blue Velvet“, da man das für die gegenseitige Befruchtung braucht. Dass es drei Jahre bis zur ersten Ernte braucht, wie ich auf einer Seite las, stimmt nicht, denn ich kaufte die Pflanzen im Topf im Herbst, und dieses Frühjahr gab es schon die erste Ernte. Gekauft habe ich die Sträucher übrigens bei der baumschule-horstmann.de, die ich nur empfehlen kann. Dort habe ich im übrigen auch die Mährische Eberesche, einige Himbeeren – rot und schwarz -, fünf wurzelnackte Kornelkirschen und eine weitere Felsenbirne (eine hatte ich schon im Garten) bestellt. Alles gute Ware, in gutem Zustand und gut angewachsen. Ich liebe es, viele verschiedene Früchte im Garten essen zu können!

„Blue Velvet“ hat übrigens fast doppelt so große Früchte wie „Kalinka“, aber man braucht ja zwei Sorten zum gegenseitigen Befruchten. Die nächsten Sträucher werde ich aber direkt bei der Baumschule in unserer Nähe, gartenbaumschule-krauss.de in Abstatt, kaufen. Denn die haben eine sehr große Auswahl, eine gute und freundliche Beratung, und ich habe keine Versandkosten. So spezielle Sachen wie die Mährische Eberesche oder die schwarze Himbeere „Black Jewel“ habe ich aber auch dort noch nicht gesehen. Hier in Löwenstein ist auch eine Baumschule und Pflanzencenter, Kreidl, wo wir auch schon manch Blume oder Strauch gekauft haben.

Akelei in verschiedenen Farben - Löwenstein Teilort - Baden-Württemberg - kreativfreak

Akelei in verschiedenen Farben – Löwenstein Teilort – Baden-Württemberg – kreativfreak

Wie ihr seht, bin ich schon wieder fest in der Planung. Ich will viele verschiedene Obstsorten im Garten haben. Einmal gepflanzt kann man viele Jahre ernten. Eine feine Sache!

Da ich merke, wie schwer mir zu manchen Zeiten die Gartenarbeit fällt, und ich auch oft gesundheitlich nicht so fit bin, will ich mich beim Anbau von Salat und Gemüse beschränken und nicht mehr so arbeitsintensive Sachen anbauen. Ich möchte noch gerne wie früher rackern und werkeln, aber es geht eben nicht mehr so wie früher. Wenn ich an einem Tag viel werkle, bekomme ich am nächsten Tag dafür sofort die Quittung durch meinen Körper. Momentan macht wieder mein rechtes Knie ziemliche Beschwerden, und der rechte Knöchel, mit dem ich vor etlichen Wochen umknickte, ist auch noch nicht vollkommen okay und nervt – nicht nur – in der Nacht. Und das, wo draußen im Garten die Arbeit wartet! *grmpf*

Die schweren körperlichen Arbeiten wie Löcher graben zum Einpflanzen überlasse ich inzwischen gerne meinem Mann, der jünger und noch fitter ist als ich. Für ihn als Sportler ist das sowieso eine willkommene körperliche Betätigung.

Kräuter habe ich in großer Auswahl im Garten und in Töpfen stehen, so dass ich mich dort immer frisch bedienen kann. Die Gießarbeit mache ich aber gerne, denn ich liebe frische Kräuter! Eine gute Bezugsquelle für Kräuter aller Art ist übrigens Rühlemann`s kraeuter-und-duftpflanzen.de. Herr Rühlemann ist ein absoluter Kräuter-Junkie, und sein Katalog liest sich unterhaltsamer als jedes Gartenbuch – der Katalog lässt sich übrigens von der Internetseite downloaden … oder offline lesen.

Unser gepachtetes Stückle (Streuobstwiese) haben wir dieses Jahr aufgegeben. Unser eigenes Stückle (großer externer Garten) macht noch genügend Arbeit. 3000 qm Wiese sind zu mähen, neben unserem normalen Rasen im Hausgarten (400 qm). Dieses Mal machte uns der Regen oft einen Strich durch die Rechnung, als wir mähen wollten, so dass das Gras auf dem Stückle inzwischen sehr hoch ist. Ein Teil ließ sich noch durch den Rasenmäher bewältigen, teils durch meinen Mann, teils von seinem Vater (der gerne auf unserem Stückle ist und uns dabei oft tatkräftig mithilft) – um die Beerensträucher herum mähte diesmal ich -, aber einen Teil musste mein Mann mit der Motorsense mähen. Darüber freuten sich aber die Ziegen unseres Nachbarn, denen wir dieses Bio-Gras dann vorbeibrachten.

Bei den Beerensträuchern gibt es ein paar Lücken, da letztes Jahr einige Sträucher eingingen. Die große Hitzewelle letztes Jahr hat ihnen wahrscheinlich den Garaus gemacht. Ich kam ja nicht mehr nach mit dem Gießen. Wir hier im Sulmtal waren eins der Gebiete, in denen es am wenigsten regnete – einige Monate am Stück regnete es gar nicht!

Wir haben schon einige Sträucher in Vorrat, die wir dort einpflanzen wollen – teils von mir selbst aus Stecklingen gezogen. Zwei neue Stachelbeersträucher von der Baumschule in Abstatt sind jedoch auch dabei. Ich hoffe, dass diese besser wachsen als die kränkelnden Dinger, die ich vorher hatte.

Die roten und schwarzen Himbeeren, die ich oben erwähnte, blühten bereits und haben schon Beeren angesetzt. Die stachelige Brombeere, die so aromatische Beeren hat, und welche wir am Zaun entlang führten, blüht auch demnächst. Rote und schwarze Johannisbeeren, Josta, Stachelbeeren und Felsenbirnen haben auch gut angesetzt. Nur den großen Kirschbäumen hat der Spätfrost etwas geschadet, so dass es dieses Jahr wenig Süßkirschen gibt.

Es grünt und blüht, auch in Folge des intensiven Regenwetters und der milden Temperaturen. Ich liebe den Frühling und den Frühsommer!

Euch allen wünsche ich auch viel Freude an dieser Natur. Habt eine schöne Zeit!

Ich bin zwar etwas bloggermüde geworden, aber ich werde mich wenigstens ab und zu hier melden. Ein kleiner Hinweis: Wenn ich auf etwas oder jemand hinweise, dann weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe. Ich bekomme kein Geld dafür – zumindest aktuell :-)

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Deutsch – WE are the Germans!

Ein wundervolles Video zum aktuellen Thema.

 

Jan Böhmermann, Du bist Spitze! Du bringst es mit deinem anarchischen, respektlosen Lied auf den Punkt. Wir dürfen das Wort „Deutsch“ nicht den Menschen überlassen, die damit Schindluder treiben.

Nicht ihr seid das Volk – Wir sind es!!!

Ich möchte, dass Deutschland auch weiterhin ein demokratisches, friedliebendes, tolerantes Land bleibt, und nicht Fremdenhasser und ewig Gestrige die Oberhand gewinnen.

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Kommst Du mit?

„Wenn ich losziehe, um weiter an einer besseren Zukunft für alle zu stricken – kommst Du dann mit?“ – Na klar!

Ein sehenswerter kleiner Film (1,5 Minuten lang)!

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Nachtrag zum Valentinstag

Gerade sah ich auf meinem Blog, dass ich zuletzt kurz vor dem Valentinstag etwas gepostet habe. Das ist ja schon fast einen ganzen Monat her! Es passiert eben so viel in meinem Leben, dass ich kaum dazu komme, dies schriftlich zu reflektieren.

Zum Valentinstag möchte ich euch den Spruch vorstellen, der auf der Karte steht, die ich meinem Mann geschenkt habe. Ich finde den Spruch einfach toll und passend. Die Karte ist von FairMail, und es gibt sie im Weltladen.

Ich liebe Dich

Nicht, weil Du bist, wie Du bist,

sondern weil ich bin, wie ich bin,

wenn ich bei Dir bin

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Aktion für den Valentinstag

Gerade habe ich eine interessante Aktion gefunden, mit der man am Valentinstag „Cupidos Hilfe“ in Anspruch nehmen kann.

Wie das geht? – Hier erfährt man es:

http://www.tollwasblumenmachen.de/command-cupid

Zitat aus dem Beitrag:

„Cupido verteilt in Ihrem Namen Rosen mit Hilfe von Periscope

An diesem Valentinstag können Sie erleben, wie viel Freude es machen kann, eine Blume zu verschenken. Unser Cupido von heute hat nur ein Ziel: Ihnen bei der Liebe auf die Sprünge zu helfen. Er streift durch die Straßen von Paris und Berlin, ausgerüstet mit einem High-Tech-Bogen mit eingebauter Kamera und Smartphone und geht damit auf die Suche nach Ihrer Liebe-auf-den-ersten-digitalen-Blick. Haben Sie Ihre potenzielle Liebe über seine Kamera entdeckt? Command Cupid! Er verteilt sofort in Ihrem Namen eine Rose an Ihren Valentin oder Ihre Valentina. Und – das Beste von allem – Sie können die Reaktion live auf Periscope sehen. Sagen Sie es uns, wenn Sie finden, dass diese Aktion ein Volltreffer ist und die Liebe dank dieser Rose zu – sag niemals nie – einer echten Romanze aufblüht?“

Ich finde die Idee originell.

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Wenn Katzen Yoga machen …….

Habt ihr schon mal gedacht, dass da nicht nur eine schlafende Katze vor euch liegt?

Also mir geht es manchmal so, dass ich meine Katzen betrachte und mir denke: da steckt noch mehr dahinter. Wie hier, wenn meine Lucky wieder mal „betet“ – ist es nicht so, als ob sie wirklich „die Pfoten faltet“?

Betende Katze – Lucky in einer ungewöhnlichen Sitzhaltung – 21. Januar 2016 – kreativfreak

Auch in folgender schöner Yogahaltung konnte ich Lucky ablichten – Meditation in Vollendung!

Schlafende Katze - Lucky schläft - 6. Februar 2016 - kreativfreak

Schlafende Katze – Lucky schläft – 6. Februar 2016 – kreativfreak

Zum Schluss habe ich noch ein Bild von Mohrle und Lucky, wie sie gemeinsam am Fenster sitzen und simultan das Geschehen draußen auf der Straße beobachten.

Zwei Katzen am Fenster - Mohrle und Lucky - 15. Januar 2016 - kreativfrek

Zwei Katzen am Fenster – Mohrle und Lucky – 15. Januar 2016 – kreativfrek

Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass sich die beiden am Anfang gar nicht miteinander vertrugen. Jetzt gibt es nach wie vor immer wieder Zoff, aber ab und zu sieht man sie so einträchtig nebeneinander wie auf dem Bild.

Damit verabschiede ich mich von euch für heute und wünsche euch noch zwei schöne Faschingstage. Feiert schön! — Vielleicht macht ja der eine oder andere von euch in der anschließenden Fastenzeit solch entspannende Yoga-Übungen *zwinker*.

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Einstein war ein schlechter Schüler – stimmt das wirklich?

Immer wieder hört man die Behauptung, das Physik-Genie Albert Einstein wäre ein schlechter Schüler gewesen. Das mag man gerne glauben, weil es für uns Normalos tröstlich klingt. Doch das ist ein Mythos, der nicht stimmt.

Der Schüler Albert Einstein hatte zwar Schwierigkeiten auf dem Gymnasium. Doch das war deshalb, weil er freiheitsliebend war. Er rebellierte gegen Unterrichtsdrill und stures Pauken seiner damaligen Zeit. Trotzdem waren Einsteins Leistungen in den Naturwissenschaften herausragend.

Einstein bracht zwar das Gymnasium im Alter von 15 Jahren vorzeitig ab. Das war aber deswegen, weil seine Eltern nach Italien gezogen waren und er allein zurückblieb.

Einstein schaffte zwar die Aufnahmeprüfung für die Hochschule in Zürich nicht. Doch der Grund war, dass er als Hochbegabter bereits mit 16 Jahren studieren wollte. Da hatte er logischerweise in vielen Fächern Wissenslücken. In den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern erzielte er jedoch beste Ergebnisse.

Um studieren zu können, holte Albert Einstein also in Zürich erst einmal das Abitur nach. Das Abschlusszeugnis wimmelte von Fünfen und Sechsen.

Dabei übersah der Biograf, dass die „5“ und die „6“ in der Schweiz die Bestnoten waren.

So entstand endgültig der Irrglaube vom schwachen Schüler, der später zum Genie mutierte.

Quelle: Simplify Wissen – Sonderausgabe Februar 2016, gratis Vorabdruck (Wissen in komprimierter Form)

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